Flughafen Köln/Bonn - Terminal 1 Sicherheitskontrollen / Queingbereich
CGN Next Chapter – Neugestaltung der Sicherheitskontrollen im Terminal 1 des Flughafens Köln/Bonn
Die Umbaumaßnahme umfasst das gesamte Pierbauwerk auf der Abflugebene (+5,13 m) sowie angrenzende Bereiche des Terminals. Im Mittelpunkt steht die vollständige Neuorganisation der Bordkartenkontrolle, des Queuingbereichs, der Luftsicherheitsgrenze und der Sicherheitskontrollen. Gleichzeitig wurden die Passagierprozesse an zukünftige Anforderungen angepasst und mit modernster Kontrolltechnik kombiniert. Die Umsetzung erfolgte zwischen September 2025 und August 2026 abschnittsweise im laufenden Flughafenbetrieb – eine planerische und logistische Herausforderung, bei der der Terminalbetrieb jederzeit uneingeschränkt gewährleistet werden musste.
Die Bordkartenkontrolle und der anschließende Queuingbereich bilden den Auftakt des neuen Sicherheitsprozesses. Als zusammenhängende Raumfolge entwickeln sie einen fließenden Übergang zwischen öffentlichem Terminal und Sicherheitskontrolle.
Freistehende Lamellen markieren diesen Übergang und rahmen den Queuingbereich gegenüber der offenen Terminalhalle. Als halbtransparenter Raumfilter definieren sie den Beginn des Sicherheitsprozesses, ohne die Offenheit und Transparenz des Terminals einzuschränken.
Vertikale Wandpaneele mit einer geschwungenen Wellengeometrie strukturieren Bordkartenkontrolle und Queuingbereich. Ihre Formensprache greift die Dynamik des Flugverkehrs auf, begleitet die Bewegung der Passagiere durch den Raum und verleiht den großzügigen Flächen Rhythmus. Gleichzeitig bildet sie das gestalterische Leitmotiv des gesamten Projekts.
Diese Formensprache setzt sich konsequent in der Materialwahl fort. Holzdesignelemente, Pflanzen und Moos bilden einen bewussten Gegenpol zur technischen Infrastruktur des Flughafens und verleihen dem Sicherheitsbereich eine warme, hochwertige Atmosphäre , unter Berücksichtigung der brandschutztechnischen Anforderungen.
Ein fugenlos ausgeführter Flüssigboden auf Korkbasis verbindet Bordkartenkontrolle und Queuingbereich zu einer durchgängigen Fläche. Seine homogene Oberfläche verbessert den Gehkomfort, reduziert den Trittschall und entwickelt zugleich die gestalterische Idee des gegossenen „Rheins“ im Terminal 2 konsequent weiter.
Ergänzt wird das Materialkonzept durch ein rund 61 Meter langes Moosband entlang der Leuchtkästen sowie integrierte Bepflanzung in sämtlichen Trennwandelementen. Die Material- und Formensprache findet sich schließlich auch in den neu entwickelten Raum-in-Raum-Modulen für die Bildauswertung wieder und verbindet öffentliche Bereiche und Arbeitswelten zu einem gestalterischen Ganzen.
Tätigkeitsprofil
Planung und Bauleitung
Leistungsphase 1-8 gemäß HOAI
Kenndaten
BGF: 3.250 m²
Fertigstellung: August 2026








